Baufinanzierung und Hauskauf ohne Eigenkapital

Viele Menschen wünschen sich, früher oder später einmal ein Eigenheim zu besitzen und so beispielsweise sicher für ihr Alter vorzusorgen. Bei solch immens hohen Summen zahlt sich eine gute Vorbereitung dabei besonders aus: Fragen wie „Wie viel Vermögen ist vorhanden?“ oder „Habe ich einen sicheren Arbeitsplatz?“ sollten dabei geklärt werden. Je mehr Unterstützung, desto besser – sei es von der Familie, dem Freundeskreis oder sogar vom Arbeitgeber.

Das so verfügbare Kapital reicht oft aber nicht aus, um der gewünschten Immobile gerecht zu werden und es muss daher zu einem Darlehen von einem Kreditinstitut gegriffen werden. Dabei gilt es, sich mit den vorhandenen Finanzierungsrechnern, Erfahrungen aus dem Freundeskreis oder mit anderen Medien vorzubereiten. Wichtig ist auf jeden Fall auch, Angebote mehrerer Banken einzuholen! Es kommt immer wieder vor, dass Kunden der Einfachheit halber den Kredit bei dem Kreditinstitut besorgen, bei dem sie bereits ihre Konten haben. Bei solch hohen Summen, den Komplikationen und dem Papierkram, die auf den zukünftigen Immobilienbesitzer aber zu kommen, ist es ein leichtes, noch eine zweite Bank in die Vermögensverwaltung zu integrieren.

Es ist umso besser, je mehr man sich mit dem Bankwesen auskennt und je offener und überlegter mit finanziellen Gedanken umgegangen wird. Grundsätzlich gilt allgemein die Aussage: „Ohne Eigenkapital geht nichts.“ sprich, ohne ausreichend Startkapital fällt der Kauf einer Immobilie in der Regel flach. Das ist aktuell aber nicht unbedingt richtig – Ein Hauskauf ohne Eigenkapital ist aus mehreren Gründen möglich:

Jeder Weltenbürger weiß inzwischen, dass die Europäische Union mit ziemlichen Geldproblemen zu kämpfen hat. Die einzelnen Folgen oder Interventionen davon bzw. dagegen können nur schwer im Detail verfolgt werden, kürzlich ist jedoch eine interessante Gegenmaßnahme ergriffen worden: Die europäische Zentralbank hat den Leitzins gesenkt, das bedeutet, dass sich Banken nun zu deutlich günstigeren Konditionen (also z.B. niedrigere Zinsen) Geld leihen können. Dieser Vorteil wird dank dem allgemeinen Konkurrenzdruck natürlich an die Kunden weitergereicht, welche dann ebenfalls weniger bezahlen müssen.

Dies geht sogar soweit, als dass die eben genannte allgemein gültige Aussage „Ohne Eigenkapital geht nichts.“ ungültig wird. Denn die Zinsen sind zur Zeit so niedrig, dass es möglich wird, den Immobilientraum rein durch ein Darlehen zu verwirklichen. Die niedrigen Zinsen gleichen dabei den höheren Kredit aus. Dies bietet vielen Menschen neue Hoffnungen, erleichtert den Einstieg als Hausbesitzer enorm und schont den Geldbeutel merklich, denn wie gesagt, kleine Änderungen haben hier große Auswirkungen.

Eine sogenannte Vollfinanzierung, also eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital, ist aber ebenso wie eine Finanzierung mit Eigenkapital mit entsprechenden Finanzierungskosten für den Hauskaufverbunden, also beispielsweise Zinsen, Bearbeitungsgebühren, Bereitstellungsgebühren oder eventuell auch eine Versicherungsprämie für eine Restschuldversicherung. Zudem ist die Vollfinanzierung selbstverständlich trotzdem signifikant teurer als eine Finanzierung mit Eigenkapital. So ist der Rückzahlungszeitraum zum Beispiel deutlich größer und es sollte daher eine höhere Tilgungsrate gewählt werden. Risiken wie Arbeitsunfähigkeit oder anderes sollten durch entsprechende Versicherungen reduziert werden. Auch eine Risiko-Lebensversicherung kann helfen. Die Vollfinanzierung richtet sich somit eher an Personen mit gesichertem Einkommen mit einer guten oder besser sehr guten Bonität – denn auch die Bank will ihren Teil des Risikos minimieren und wird sich eine Schufa-Auskunft einholen. Mit der richtigen Vorbereitung sollten all diese Schritte aber kein Problem darstellen.

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