Immobilien

Finanzierung der ersten eigenen Wohnung

Die erste eigene ist für jeden ein besonderes, weil auch erst- und einmaliges Ereignis im Leben. Sie bedeutet ein Loslösen vom Elternhaus. Das frühere Kinderzimmer, das im Laufe der Jahre zu einem Jugendzimmer wurde, wird gegen eigene vier Wände eingetauscht. Die sind in aller Regel größer, und damit wächst auch die Verantwortung. Während zuhause die Pflege des eigenen Zimmers ausreichend war, gibt es jetzt eine Hausordnung mit Pflichten für alle Mieter. Sie ist ein Bestandteil des Mietvertrages, der ebenfalls Rechte und Pflichten beinhaltet. Alles in allem beginnt mit dem neuen Lebensabschnitt in der ersten eigenen der Ernst des Lebens. Der Betroffene steht im wahrsten Sinne des Wortes auf eigenen Beinen.

Kosten sparen und Kosten reduzieren 

Abhängig von Quadratmetergröße, Zimmerzahl und vorhandenem Mobiliar muss die Wohnung ausgestattet und eingerichtet werden. Damit sind Kostenarten verbunden, die unvermeidbar sind. Dazu zählt die Mietkaution; sie beträgt in der Regel zwei Monats-Kaltmieten. Mit Zustimmung des Vermieters kann anstelle der Kautionszahlung eine Kautionsbürgschaft vereinbart werden, was die Liquidität für andere notwendige Ausgaben schont, sprich verbessert. Um die Gebühr für den Immobilienmakler einzusparen, sollte eine provisionsfreie Wohnung gemietet werden. Die Maklerprovision beträgt bis zu drei Monats-Kaltmieten zuzüglich neunzehn Prozent Mehrwertsteuer. Oftmals werden Wohnungen mit Einbauküche vermietet. Bei der ersten eigenen Wohnung lässt sich in diesem Falle ein deutlicher vierstelliger Eurobetrag einsparen. Ein weiterer Aspekt zur Kostenminderung sind Fußboden und Wände der neuen Wohnung. Aus Sicht des Vermieters gibt es dazu zwei Varianten. Wenn auf dessen Kosten der Bodenbelag erneuert und die Wände mit Raufasertapete beklebt sowie weiß gestrichen werden, dann entfallen diese Kosten beim Auszug auf den Mieter. Ansonsten ist es umgekehrt; der Mieter richtet sich die Wohnung mit Bodenbelag und Zimmerwänden nach eigenen Vorstellungen auf seine Kosten ein und kann die Wohnung später ohne jeden Aufwand verlassen. Um die der ersten eigenen Wohnung möglichst gering zu halten, wird auf jeden Fall die Vorleistung des Vermieters angestrebt. Wenn sich all diese Vorgaben so umsetzen lassen, dann kann der Mieter die Kosten für den Bezug der neuen Wohnung spürbar senken.

Mangels Erspartem muss finanziert werden

Finanzieren heißt in diesem Sinne, eine Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben zu schließen. Die Ausgaben werden nach Kostenarten und Kostenhöhen kalkuliert und zu einem Umzugsbudget zusammengestellt. Dem steht als Einnahme das Ersparte gegenüber. Wenn das nicht ausreicht, muss finanziert, sprich Geld geliehen werden, um die Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben zu schließen. Jetzt wird austariert, wie viel Finanzierung einerseits notwendig und andererseits möglich ist. Denn die Finanzierung kostet ihrerseits Geld. Die Zinsen müssen, zusätzlich zur Tilgung der finanzierten Summe, auch bezahlt werden. Das geschieht in den kommenden Monaten und Jahren aus dem laufenden Monatseinkommen heraus. Dort zeigt sich, ob und wie die Finanzierung der ersten eigenen Wohnung tatsächlich möglich ist. Die Kreditaufnahme ist das eine, die Kreditrückzahlung das andere. Oftmals ist es einfacher, einen Kredit zu erhalten als ihn über Jahre hinweg pünktlich und vollständig zurückzuzahlen.

Günstiger Kredit ist gleichbedeutend mit günstiger Finanzierung

Auf Onlineportalen im Internet werden vielfältige Kredite angeboten. Kreditgeber sind neben den Filialbanken und Sparkassen am Ort auch Direktbanken sowie die Onlinebanken. Sie bieten Kredite mit und ohne Schufa an. Mit Blick auf eine Finanzierung der ersten eigenen Wohnung ist ein frühzeitiger Kreditvergleich im Internet nicht nur ratsam, sondern geradezu notwendig. Je niedriger der Effektivzinssatz ist, umso günstiger ist die Finanzierung. Das wirkt sich dann bei den monatlichen Zahlungen an den Kreditgeber und somit auch positiv auf dem eigenen Girokonto aus.

Ein Kommentar

  1. Ich habe vor im Herbst in meine erste eigene Wohnung zu ziehen, allerdings war mir nicht bewusst, wie teuer das wirklich wird! Bis jetzt bzw. Sommer finanzieren mir meine Eltern das Studentenheim, sie wollen mir dann zwar zur Wohnung auch etwas beisteuern, aber dennoch fallen mehr Kosten an. Bei Seg habe ich schon provisionsfreie Wohnungen gefunden oder halt über Privatvermieter. Einen Kredit werde ich wohl nicht bekommen, außer meine Eltern haften als mein Leumund, aber irgendwie ist das alles komplizierter als gedacht.

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