Für wen ist der Energiepass vorgeschrieben?

Durch den Energiepass werden Gebäude verschiedenster Art energetisch bewertet. Die Bewertung erfolgt anhand der Regelungen, die in der Energieeinsparverordnung festgehalten sind. Deutschlandweit sind die Regelungen der EnEV gültig und wandeln die bestehenden EG-Richtlinien in nationales, deutsches Recht um. Heute kann zwischen zwei Formen des Energiepasses unterschieden werden.

Wer benötigt keinen Energiepass?

Hauseigentümer, die das eigene Heim weder verkaufen noch vermieten möchten, benötigen nach deutschem Recht keinen Energiepass. Gleiches gilt, wenn am Eigenheim keine Modernisierungen vorgesehen sind. Auch wenn ein Energiepass bei diesen Immobilienbesitzern nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, müssen alle Nachrüstverpflichtungen eingehalten werden. Diese werden durch § 10 EnEV 2009 geregelt und sind für alle Hauseigentümer der Bundesrepublik Deutschland bindend.

Hingegen muss ein Energiepass auf Verlangen vorgezeigt werden, wenn ein Eigentümer ein Gebäude verkaufen möchte oder es zu einer Neuvermietung kommen soll. Ebenso ist die Vorlage des Energieausweises auf Verlangen bindend, wenn ein Gebäude verpachtet werden soll. Des Weiteren muss beim Leasing von Gebäuden ein Energiepass auf Wunsch des Käufers gezeigt und ausgehändigt werden. Von diesen Regelungen sind ausschließlich Gebäude ausgeschlossen, die unter Denkmalschutz stehen.

Für wen ist der Energiepass Pflicht?

Nach der EnEV 2009 muss ein bedarfsorientierter Energiepass ausgestellt werden, wenn es zum Neubau von Gebäuden kommt. Auch bei Änderungen oder Erweiterungen aller Art ist der Energieausweis in Deutschland Pflicht. Seit dem 1. Juli 2008 müssen Hausverkäufer, deren Gebäude bis 1965 errichtet wurde, einen Energieausweis vorlegen. Dies gilt nicht nur beim Hausverkauf, sondern auch bei der Vermietung von Wohneinheiten oder kompletten Gebäuden. Alle Gebäude, die nach 1965 errichtet wurden, müssen seit 1. Januar 2009 mit einem Energiepass ausgestattet sein, der vom Verkäufer oder Vermieter auf Wunsch vorgelegt werden muss. Wird durch den Immobilienbesitzer kein vollständiger und ebenso korrekter Energiepass vorgelegt, muss mit hohen Bußgeldern gerechnet werden. Die EnEV sieht hierfür Bußgelder von bis zu 15.000 Euro vor. Hauseigentümer müssen den Energiepass spätestens auf Verlangen des potenziellen Käufers oder Mieters vorlegen. Heute können für bestehende Gebäude sowohl verbrauchs- als auch bedarfsorientierte Energiepässe ausgestellt werden.

 

 

Hier finden Sie eine Übersicht der im Energiepass-Ratgeber behandelten Themen:

1. Energiepass Ratgeber – Einleitung
Sie sind hier: 2. Wer benötigt einen Energiepass?
3. Wer stellt den Energiepass aus?
4. Was kostet ein Energiepass?
5. Was kann man aus dem Energiepass lesen?
6. Der bedarfs- oder verbauchsorientiere Energiepass

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