Mietminderung – Mögliche Gründe und die richtige Vorgehensweise

Wie geht man bei einer vor?

Fakt ist: Die kann nicht einfach grundlos gemindert werden. Zuerst steht der Mieter in der Pflicht, Beweise für einen Mangel zu erbringen. Ist dieser Beweis erbracht kann beim Vermieter der Antrag auf Beseitigung dieses Zustandes gestellt werden. Diesem ist zur Behebung eine angemessene Frist einzuräumen. Nur wenn der Mangel in dieser Frist nicht behoben wird besteht die Möglichkeit einer Mietminderung. Bei besonders schwerwiegenden Mängeln sind Minderungen von bis zu 80% möglich, aber auch kleinere können schon Minderung von bis zu 20% nach sich ziehen. Um die Miete um einen angemessenen Prozentsatz zu senken sollte beim örtlichen Mieterbund eine Anfrage gestellt werden. Der Vermieter kann zu hohe oder fehlerhafte Mietminderungen durch ein Gericht prüfen lassen, und zurückbehaltene Summen gegebenenfalls wieder einfordern.

Mögliche Gründe für eine Mietminderung

Um die Miete gerechtfertigt mindern zu können, müssen Mängel vorliegen, die den Wohnwert der Wohnung mindern. Dieses sind oft bauliche Mängel. Mögliche Beispiele sind:

  • Nasse oder schimmelnde Wände
  • Nicht ausreichend funktionsfähige Heizungs- oder Sanitäranlagen
  • Undichte Fenster
  • Abbröckelnder Putz
  • Wasserschäden die kein Selbstverschulden des Mieters sind

Es können aber auch Mängel von Außen auftreten. Hierzu zählt unter anderem Lärmbelästigung, die von Kneipen,  Baustellen oder Kindern ausgehen kann. Die Liste möglicher Mängel lässt sich praktisch endlos fortsetzen, da es unzählige Mängel gibt bei der eine Mietminderung angesetzt werden kann. Immer dann, wenn der Mieter nicht zuständig ist, kann er sich an den Vermieter wenden.

Wichtige bezüglich der Mietminderung

Der Mieter steht wie bereits erwähnt in der Beweispflicht, dem Mieter und eventuell dem Gericht zu erklären, welcher Mangel in welchem Umfang vorliegt. Mängel sollten somit notiert, fotografiert oder aufgenommen werden, um dieser Beweispflicht nachzukommen zu können. Der Mangel sollte zudem per Formular gemeldet werden. Diese Formulare gibt es im Internet oder beim örtlichen Mieterverein. Im Fall eines Prozesses sind derartige Formulare durchaus hilfreich für den Mieter. Oft wird das Gericht eingeschaltet, da der Vermieter nicht freiwillig auf sein Geld verzichten möchte. Aber oft genug ist dieses der einzige Weg, um den Vermieter zum Handeln zu bewegen. Dieser möchte immerhin Mietrenditen erzielen und die erzielt er im ersten Moment nicht dadurch, dass er in sein Objekt investiert. Ändert er nun aber nichts am Zustand der Immobilie, wird er sie auch so nicht erzielen.

Umfangreiche Informationen zu dieser Thematik finden sie zudem auf folgendem Portal: http://www.mietminderung.org/ – Wer weitere Informationen sucht wird hier fündig.

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