Schimmel oder Lärm – Welche Rechte hat der Mieter bei bestimmten Mängeln?

sind häufig Problemen in Bezug auf das bewohnte Objekt ausgesetzt. Typische Probleme mit Mietobjekten sind zum Beispiel schimmelnde Wände oder die Lärmbelästigung von Außen. Es handelt sich um Probleme, die sich nicht im Zuständigkeitsbereich des Mieters befinden – Sprich: Hier hat der Vermieter sich um Abhilfe zu bemühen. Oft genug sträuben sich die Vermieter gegen ihre Pflichten und lassen alles genau so weiterlaufen, wie es ist. Dieses müssen sich die nicht in jedem Fall gefallen lassen, sie haben die Möglichkeit, die Miete zu mindern. In schweren Fällen sind bis zu 80% möglich. Dieses ist oft der einzige Weg, um dem Vermieter zum handeln zu bewegen.

als Grund für Mietminderung

Die Höhe der Mietminderung ist immer Auslegungssache der entscheidenden Gerichte. Eine gleiche Situation kann von verschiedenen Richtern unterschiedlich eingeschätzt werden. Die Gerichte mühen sich im Streitfall, den Grad des Mangels zu ermitteln. Ein durch Feuchtigkeit unbrauchbarer Kellerraum bringt hierbei nur fünf Prozent, eine nasse und schwarz werdende Küchenwand rund 20%. Nur wenn die Situation der ganzen Wohnung wirklich untragbar ist, wird der Höchstsatz von 80% berechnet. Hierbei liegt es immer am Mieter zu beweisen, dass ein schlimmer Mangel besteht. Die Miete ist jedoch nicht von heute auf Morgen zu mindern. Erst ist dem Vermieter der Mangel schriftlich mitzuteilen, um ihm eine angemessene Frist zur Behebung zu stellen. Erst wenn diese abgelaufen ist, kann die Miete gemindert werden. Akzeptiert der Vermieter nicht, dann hat ein Gericht darüber zu entscheiden und wird den Satz der Mietminderung festlegen.

Recht auf Mietminderung bei Lärmbelästigung

Sobald die Lärmbelästigung die Gesundheit des Mieters gefährdet, ist dieser dazu berechtigt, die Miete zu mindern. Kann er seine Nachbarn laufen hören, dann reicht dieses gerade einmal für 5% Mietminderung. Kann er nachts aufgrund von Geräuschentwicklung egal welcher Art jedoch nicht mehr schlafen, dann wären es bereits zehn bis 20% der Miete, die einbehalten werden kann.  Der Mieter hat je nach Situation zuerst selber zu versuchen, mit den Störenfrieden zu reden. Ist dieses jedoch ergebnislos oder nicht möglich, dann ist der Vermieter zuständig. Dieser hat sich in angemessener Frist um die Problembehebung zu kümmern oder eine geminderte Miete zu akzeptieren.

Übernahme von durch den Vermieter

Auch bei kleineren Mängeln hat der Mieter das Recht diese durch den Vermieter beseitigen zu lassen. Man spricht von sogenannten Kleinreparaturen.  Hierzu zählen z.B. das Auswechseln von defekten Schlössern oder das Reparieren defekter Kleinteile an den Sanitäranlagen. Der Vermieter kann den Mieter allerdings bis zu einem bestimmten Betrag an diesen Kosten beteiligen.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf http://www.mietrecht.org/

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