Was kostet ein Energiepass?

Jeder Käufer oder Mieter eines Hauses beziehungsweise einer Wohneinheit kann seit dem 1. Januar 2009 vom Verkäufer oder Vermieter einen Energiepass verlangen. Die Kosten, die durch das Ausstellen des Energieausweises entstehen, müssen vom Hauseigentümer getragen werden. Vermieter dürfen die Kosten nicht an den Mieter weitergeben. Bei den Preisen des Energiepasses kann es bundesweit zu Abweichungen kommen, da diese mit dem beauftragten Energieberater ausgehandelt werden müssen.

Die Kosten für verbrauchs- und bedarfsorientierte Energieausweise

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es zwei verschiedene Energiepässe. Für den verbrauchsorientierten Energieausweis müssen Hauseigentümer mit einem finanziellen Aufwand von bis zu 70 Euro rechnen. Dieser Richtwert bezieht sich ausschließlich auf Ein- bis Zweifamilienhäuser. Der bedarfsorientierte Energiepass ist wesentlich kostenintensiver. Hauseigentümer müssen bei diesem mit bis zu 380 Euro rechnen, wobei auf regionaler Ebene die Preise bis zu 800 Euro betragen können. Wenn für Mehrfamilienhäuser ein Energiepass ausgestellt werden soll, kann es zu Unterschieden bei den Kosten kommen. Die genauen Preise werden anhand der Größe des Gebäudes berechnet. Dabei steigen die Kosten mit der Gebäudegröße.

Der Energiepass im Internet

Heute wird der Energiepass für Gebäude auch im Internet angeboten. Im Vergleich zu den regionalen Energieberatern sind die Preise für den Energieausweis im Web meist wesentlich niedriger. So findet man im Internet bereits Anbieter, die einen Energiepass für 15 Euro ausstellen. Allerdings raten Experten von diesen Angeboten ab. Grundsätzlich ist für die korrekte Ausstellung des Energiepasses die Begehung des Hauses nötig. Aus diesem Grund können kompetente Energieberater erst dann ein konkretes Angebot erstellen, wenn sie sich das Gebäude genauestens angeschaut haben. Dadurch kann es selbstredend zu Unterschieden bei den Preisen kommen.

Energieberater berechnen den Preis für den Energiepass grundsätzlich in Abhängigkeit vom Aufwand, der bei der Erstellung anfällt. Um zu hohe Kosten zu vermeiden, sollten Hauseigentümer mehrere Energieberater ansprechen. Vergleiche sind aufgrund der erheblichen Kostenunterschiede grundsätzlich empfehlenswert. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass alle Energieberater, die infrage kommen, das Gebäude individuell besichtigen und anhand der daraus gewonnenen Informationen ein individuelles Angebot erstellen.

 

 

Hier finden Sie eine Übersicht der im Energiepass-Ratgeber behandelten Themen:

1. Energiepass Ratgeber – Einleitung
2. Wer benötigt einen Energiepass?
3. Wer stellt den Energiepass aus?
Sie sind hier: 4. Was kostet ein Energiepass?
5. Was kann man aus dem Energiepass lesen?
6. Der bedarfs- oder verbauchsorientiere Energiepass

Über den Autor admin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.